Datum: 29.09.2026
Status: abgelehnt
Antragstext
Die Verwaltung wird beauftragt, zwei öffentlich zugängliche, vandalismusresistente und
wassersparende Trinkwasserbrunnen (z.B. wie in Bernau) in der Gemeinde Panketal unter
Nutzung der Fördermöglichkeiten (z.B. durch das BMUV) zu errichten.
Begründung
Ziel ist es, der Bevölkerung in Phasen extremer Hitze eine kostenfreie, barrierefreie und gesundheitlich
unbedenkliche Möglichkeit zur Flüssigkeitsaufnahme im öffentlichen Raum zur Verfügung zu stellen.
Die Maßnahme ist ein zentraler Baustein der kommunalen Hitzevorsorge und dient dem unmittelbaren
Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger sowie von Gästen der Gemeinde.
Durch die Möglichkeit der Befüllung eigener Trinkflaschen würde auch ein Beitrag zum Umweltschutz
durch weniger Plastik geleistet werden.
Standortbegründung (Dringlichkeit & Zielgruppen)
Vorschlag 1: Bahnhof Zepernick (Verkehrsknotenpunkt & Hitzeinsel)
Der Bahnhof Zepernick ist der zentrale Verkehrsknotenpunkt der Gemeinde Panketal mit einer hohen
täglichen Frequenz an Pendlern, Schülern und Nutzern des ÖPNV. Aufgrund der großflächigen
Versiegelung des Bahnhofsumfelds entsteht hier an heißen Sommertagen ein ausgeprägter Urban-
Heat-Island-Effekt (städtische Hitzeinsel). Ein Trinkbrunnen an diesem Standort bietet vulnerablen
Gruppen (u. a. älteren Menschen und Schulkindern) sowie Pendlern direkten Schutz vor Dehydrierung
an einem Ort mit extrem hoher Verweildauer und hoher thermischer Belastung
Vorschlag 2: Dransepark / Erlebnisbereich Dransemündung (Naherholung & Sport)
Der Dransepark (Erlebnisbereich Dransemündung) ist eine wichtige innerörtliche Grün- und
Naherholungsanlage. Er wird intensiv für Freizeit, Sport, Familienausflüge (Spielplatz) und im Rahmen
des dortigen Kneipp-Angebots genutzt. Zudem liegt das Areal direkt am stark frequentierten Fernradweg
Berlin-Usedom. Durch die Errichtung eines Trinkbrunnens im Dransepark wird eine Versorgungslücke im
Bereich der aktiven Gesundheits- und Freizeitgestaltung geschlossen. Der Brunnen fördert die Resilienz
des Parks als Erholungsort im Klimawandel.
Bei Bedarf könnten weitere Trinkbrunnen an notwendigen Standorten errichtet werden.
Berücksichtigung lokaler Besonderheiten (Wassereffizienz)
Die Gemeinde Panketal ist sich ihrer Verantwortung im Umgang mit der Ressource Trinkwasser bewusst.
Um den lokalen Wasserhaushalt zu schonen und Spitzenverbräuche zu vermeiden, sollte eine hochgradig
kosteneffiziente und sparsame Lösung genutzt werden. Es sollen ausschließlich Modelle mit manuellen
Sensortastern oder mechanischen Stopp-Ventilen verbaut werden, die einen dauerhaften Leerlauf
technisch ausschließen. Der Wasserverbrauch wird dadurch auf das absolut notwendige Minimum für
Hygiene und Entnahme reduziert.
Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit im Betrieb
Die Maßnahme zeichnet sich durch eine besonders hohe Wirtschaftlichkeit aus, da durch gezielte
Platzierung an bereits erschlossenen Standorten (Bahnhofsumfeld bzw. bestehende Infrastruktur an der
Dransemündung) die Tiefbau- und Anschlusskosten minimiert würden.
Fördermöglichkeiten:
z.B. BMUV-Förderung (Klimaanpassung): Das Bundesumweltministerium (BMUV) fördert im Rahmen
von Maßnahmen zum Hitzeschutz die Errichtung von Trinkbrunnen häufig mit bis zu 80 % bis 90 % der
förderfähigen Gesamtkosten (inklusive Installation).